Nationale Umsetzung RED II

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Im Rahmen der Maßnahmen zum Green Deal und der damit verbundenen Bestrebungen hin zu einer umfassenderen bioökonomieorientierten Wirtschaftsweise, wurde auch eine Überprüfung und ggf. Anpassung bestehender Rechtsvorschriften eingeleitet. Eine wesentliche Rechtsvorschrift für den Bereich Bioenergie stellt dabei die Renewable Energy Directive (RED II) dar.

In der RED II sind die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Gewinnung und Bereitstellung von Biomassen zur Erzeugung von Energie festgelegt, unter anderem auch für Holz. Gegenwärtig läuft die Umsetzung in nationales Recht, die am 01.07.2021 erfolgt sein muss. Das hat unmittelbare Auswirkung auf alle an der Prozesskette Beteiligten Akteure. Im Klartext bedeutet dies, dass ab dem Erstabnehmer bis hin zur energetischen Umwandlung der Massestrom der nachhaltigen Biomasse kontrolliert und zertifiziert nachgewiesen werden muss. Letzteres gilt nicht für den Produzenten der Biomasse, für Holz wäre das der Waldbesitzer. Die RED II sieht hier einen risikobasierten Ansatz (Bewertungsschema) vor, mittels welchem nachgewiesen werden kann, dass die Biomasse von einem bestimmten Gewinnungsgebiet aus einer nachhaltigen Produktion stammt.

Bewertung des Risikos einer nicht-nachhaltigen Erzeugung forstwirtschaftlicher Biomasse für Deutschland

Im Zuge der nationalen Umsetzung der Richtlinie (EU) 2018/2001 (Erneuerbare Energien Richtlinie – RED II), haben der Bundesverband Bioenergie und der Fachverband Holzenergie eine „Bewertung des Risikos einer nicht-nachhaltigen Erzeugung forstwirtschaftlicher Biomasse für Deutschland“ erstellt. Sie dient als Grundlage für die Dokumentation aller Waldbesitzer in Deutschland, die Holz an RED II-pflichtige Energieanlagenbetreiber verkaufen, um die Nachhaltigkeit ihres Energieholzes gem. RED II dokumentieren zu können.

Die zugehörigen Dokumente sowie weitergehende Informationen finden Sie auf der FVH Webseite unter nachfolgendem Link à https://www.fachverband-holzenergie.de/downloads/publikationen.

Für darüber hinausgehende Fragen wenden sie sich bitte an den Autor des Artikels.