KWF-Fachausschuss "Arbeitsschutzausrüstung" zeichnet neun neue Produkte für den professionellen Gebrauch aus

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Pressemitteilung 10/2020

Die Mitglieder des Fachausschusses "Arbeitsschutzausrüstung" des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF) trafen sich am 25. und 26. August in Groß-Umstadt. Dabei wurden acht neue Gebrauchswertzeichen "KWF-Profi" sowie ein neues Gebrauchswertzeichen "KWF-Standard“ vergeben. Für zwölf Produkte wurde die Anerkennung verlängert, sieben bestanden eine Nachprüfung.

Unter der Leitung des Vorsitzenden des Fachausschusses, Volker Gerding, begutachtete der Ausschuss neu untersuchte Arbeitsschutzausrüstung. Dazu wurden die Praxisberichte aus den KWF-Außenstellen ausgewertet und die Ergebnisse der intensiven sicherheitstechnischen Überprüfungen auf den Prüfständen in der KWF-Zentralstelle einbezogen.

Von den angemeldeten Neuprüfungen wurden jeweils ein Arbeitsschutzanzug (Kombination aus Schnittschutzhose und einer Arbeitsjacke), eine Schnittschutzhose, vier Paar Sicherheitsschuhe, eine Kopfschutzkombination und eine Faserpelzjacke mit dem KWF-Prüfzeichen "Profi" ausgezeichnet. Eine weitere Schnittschutzhose erhielt „KWF-Standard“.

Arbeitsschutzanzug:

Schnittschutzhose:

Sicherheitsschuhe:

Kopfschutzkombination:

Faserpelzjacke:

Schnittschutzhose ("KWF-Standard"):

Drei weiteren Produkten konnte kein KWF-Gebrauchswertzeichen zugesprochen werden. Den Herstellern wurden Auflagen erteilt oder es sind intensivere Untersuchungen erforderlich. Danach entscheidet der Fachausschuss erneut über die Anerkennung.

Der Fachausschuss hat außerdem beschlossen, dass Gehörschutzkapseln künftig in drei Leistungsklassen eingestuft werden sollen. Der jeweiligen Leistungsklasse soll der gemittelte Schalldruckpegel der Motorsägen gegenübergestellt werden. Für die genaue Abgrenzung der drei Klassen erstellt das KWF einen Vorschlag. Zielwert der Lärmexposition unter der Kapsel soll vorerst 83 dB(A) betragen. Mittelfristiges Ziel ist es, den von der DGUV empfohlenen Wert von 80 dB(A) zu unterschreiten. Das wird jedoch nicht in diesem ersten Schritt angestrebt. „Die Klassen werden gebildet, um den Nutzern die gesetzliche Verpflichtung zur komplizierten Berechnung eines adäquaten Gehörschutzes zu erleichtern. Außerdem soll für den forstlichen Einsatz geeignete Ausrüstung auch weiterhin am KWF-Gebrauchswertzeichen zu erkennen sein“, begründet Lars Nick, Leiter des KWF-Fachressorts Schutzausrüstung und Bekleidung, den Schritt.

Die nächste Sitzung des Fachausschusses findet am 9. und 10. Februar statt. Der Ort steht noch nicht fest.

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P. Harbauer

Hintergrund:
Seit 1962 untersucht das KWF forstliche Entwicklungen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Verfahrenstechnik mittels technischen Überprüfungen und Langzeit-Monitoring im praktischen forstlichen Einsatz. Das KWF trägt damit aktiv zum Schutz von Verbrauchern und der Umwelt bei. In dieser Zeit sind über 22.000 Produkte geprüft worden.

 

Druckfähige Fotos der neu geprüften Produkte:

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