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pikto schulungWissen

Das KWF vermittelt einer breiten Öffentlichkeit forstfachliches Wissen durch Informationsmaterialien, Medien, Workshops, Seminare und Sonderschauen

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Seit über 60 Jahren untersucht das KWF Entwicklungen im Bereich Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Verfahrenstechnik.

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Die Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft werden u.a. in Workshops, Seminaren, Exkursionen sowie forstfachlichen Sonderschauen diskutiert.

Risikogespräche angemessen führen - Workshop am KWF

KWF-Workshop „Risikogespräche angemessen führen“

„Risikogespräche angemessen führen“ war das Thema des Workshops, der am 4. und 5. Dezember 2018 auf Einladung des Arbeitsausschusses „Mensch und Arbeit“ am Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) in Groß-Umstadt stattfand. „Risikogespräche angemessen führen“ bedeutet wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe. Ziel ist es, durch eine angemessene Kommunikation Arbeitssicherheit und Gesundheit in Forstbetrieben zu steigern und dadurch sichere Verhaltensweisen im Berufsalltag zu fördern.

Am ersten Tag vermittelte Dirk Taglieber, t&t Organisationsentwicklung, Training und Beratung, psychologische Grundlagen der Kommunikation und deren oft unbewussten Einfluss auf unser Verhalten. Diskutiert wurde, wie vor dem Hintergrund der persönlichen Haltung, Motivation zum Thema Sicherheit und Gesundheit gefördert und erhalten werden kann. Der Schlüssel dazu ist eine wertschätzende und zielorientierte Kommunikation in den Betrieben. Henrik Habenicht, Friedrich-Schiller-Universität Jena, beleuchtete im zweiten Vortrag die Sichtweise der Arbeitspsychologie auf das Themenfeld ‚Risiko‘. Im Kern seines Beitrages stand, dass Menschen evolutionär bedingt generell - jedoch individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt - bereit sind, Risiken einzugehen. Die Schlussfolgerung ist: Die individuelle Risikoakzeptanz muss in der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz berücksichtigt werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Risiken, also die Entwicklung der individuellen Risikoakzeptanz hin zu einer bewussten „Risikokompetenz“, ist erlernbar. Ein 100% sicheres Verhalten – wie Taglieber es in seinem Beitrag betonte – ist nur möglich, wenn alle Beteiligten gemeinsam an der Risikokompetenz arbeiten. Den Tagesabschluss bildete eine alternierende, geführte Gruppenarbeit. Sie gab zum einen Anregungen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Kommunikation bereits in der Ausbildung deutlich mehr zu verankern. Zum anderen, dass Führungskräfte und Unternehmensleitungen sensibilisiert werden müssen, ihrer Führungsverantwortung hinsichtlich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz deutlich mehr als bisher nachzukommen. Mit vielen lebendigen Diskussionen klang der erste Tag des Seminars aus.

Klaus Klugmann, SVLFG, startete in den zweiten Tag mit einem Beitrag zur rechtlichen Situation und Einordnung der Gefährdungsbeurteilung im fast unüberschaubaren Komplex ‚Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz‘. Über den Inhalt einer Gefährdungsbeurteilung leitete er zu einem „Norm“-Ablauf einer Gefährdungsbeurteilung über und wies detailliert auf mögliche Fallstricke hin.

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Keine Theorie ohne Praxis: Aus diesem Grund fuhren die Teilnehmenden zu einer Übung in einen nahegelegenen Buchenschlag, um dort das Gehörte zu wertschätzender Kommunikation lebendig werden zu lassen. Hier gilt der Dank besonders dem dort zuständigen Revierleiter, der sich geduldig den Fragen zur bereits gelaufenen Maßnahme stellte. Zusammen mit einem Teilnehmer erklärte er sich bereit in einem Übungsdialog zu zeigen, wie wertschätzende Kommunikation auf Augenhöge - insbesondere bei Fragen, Vermutungen und Kritik – gelebt wird. Ein Dank geht ebenso an Klaus Klugmann und Udo Ferber, die in einem lebendigen Austausch exemplarisch ein Feedbackgespräch im Nachgang zu einer weniger gelungenen Maßnahme vorstellten. Im Anschluss konnten einige Seminarteilnehmende das bisher Gehörte in weiteren Übungsdialogen ausprobieren und umsetzen. Der allgemeine Tenor war, dass Kommunikation – wie andere Werkzeuge und Instrumente auch – intensiv geübt werden muss und nicht ‚selbstverständlich‘ ist.

Zurück im KWF wurde der Tag mit einer Feedback- und Anregungsrunde für weitere Aktivitäten abgeschlossen. Fazit der Teilnehmenden: Eine sehr wertvolle, Mut machende und Augen öffnende Veranstaltung mit vielen Anregungen zum Thema.

Interner Bereich

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