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KomSilva stärkt Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse bei der Waldbesitzeransprache

Neuer Leitfaden informiert über Pressearbeit, digitale Kommunikation und Veranstaltungsplanung für die Waldbesitzeransprache

Pressemitteilung 15/2018

Das Verbundprojekt KomSilva beschäftigt sich seit gut einem Jahr mit der Entwicklung und dem Einsatz von Kommunikations- und Beratungshilfen für den Privat- und Kommunalwald zur Waldbesitzeransprache sowie zur Intensivierung der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit. Bis Januar 2020 werden Kommunikationskonzepte und -mittel erarbeitet, die Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sowie deren Partner beim Aktivieren von Waldbesitzern und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen sollen. Dr. Marie Sophie Schmidt ist beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) für die Projektkoordination zuständig. Sie berichtet zum Stand der aktuellen Arbeiten.

KomSilva hat sich die Aktivierung von Waldbesitzern zur Aufgabe gemacht. Ist das nicht ein „alter Hut“? Schon vor fast 20 Jahren wurden Maßnahmen zur Holzmobilisierung gefördert.

In der Vergangenheit war „Waldbesitzeraktivierung“ gleichbedeutend mit dem Mobilisieren von Holz. Inzwischen ist die Erkenntnis gereift, dass ökonomische Interessen besonders für viele Kleinprivatwaldbesitzer zweitrangig sind. Die eigene Brennholzversorgung, nachhaltige Waldpflege, den Wald als Sparkasse für die Erbengeneration zu erhalten oder Naturschutz, stehen für viele an erster Stelle. Neu ist also, auf die verschiedenen Interessen von Waldbesitzern einzugehen. KomSilva möchte deshalb Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit und Hilfsmitteln zur Beratung unterstützen. Dadurch soll der Bezug zwischen den vermeintlich inaktiven Waldbesitzern und ihrem Wald wiederhergestellt und gestärkt werden.

Die Voraussetzungen für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Waldbesitzer sind regional sehr verschieden. Wie stellen Sie sicher, dass die entwickelten Instrumente zur Waldbesitzeraktivierung, später auch in unterschiedlichen Regionen in der Praxis einsetzbar sind?

Darauf haben wir haben bereits bei der Auswahl der Projektregionen geachtet. In Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen (NRW) finden im September und Oktober Workshops statt, in denen der Bedarf an Instrumenten für die Mitgliederakquise, -bindung und Öffentlichkeitsarbeit von Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen erarbeitet wird. Viele der Ideen und Ergebnisse des KomSilva-Projektes decken sich bereits mit den Bedürfnissen vor Ort. Dennoch unterscheiden sich die Bedingungen zwischen den Regionen sehr stark. In NRW und Brandenburg sind z.B. viele Zusammenschlüsse ehrenamtlich organisiert. Wir werden die KomSilva-Instrumente entsprechend anpassen und von Praxispartnern testen lassen.

Haben die vielen ehrenamtlich aufgestellten Zusammenschlüsse in Deutschland überhaupt eine Chance sich am Markt zu behaupten und langfristig Mitglieder an sich zu binden?

Besonders bei ehrenamtlichen Zusammenschlüssen fehlt es oft an fachlichem Know-how in der Öffentlichkeitsarbeit. Auch dafür bietet KomSilva Lösungen an. Es werden Schulungsformate für die Mitgliederansprache und für den Einsatz digitaler Medien entwickelt. Aber auch einfacher zugängliche Hilfsmittel, wie Printmedien, werden bereitgestellt.
Wie wichtig eine Professionalisierung ist, zeigt sich z.B. in Brandenburg an der starken Fluktuation von Zusammenschlüssen. Jedes Jahr werden viele Neugründungen und Auflösungen registriert. Die Aufgaben, die hier auf ehrenamtliche Zusammenschlüsse warten, gehen über die Angebote von KomSilva hinaus. Es gilt zunächst viele strukturelle Herausforderungen zu überwinden.

Welche Antworten haben Sie auf das Zeitproblem, dass viele Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse bei einer erfolgreichen Mitgliederakquise und –bindung behindert?

Dem kann man nur bedingt entgegen wirken. Wenn ein Zusammenschluss erfolgreich sein will und sich professionalisieren möchte, muss er sich Zeit für die Waldbesitzeraktivierung nehmen. Die Angebote von KomSilva können dabei helfen, den Zeitaufwand zu reduzieren. Neben Online-Schulungen sind die Materialien zur Waldbesitzeransprache und für die Öffentlichkeitsarbeit so konzipiert, dass sie bereits fertig für den Einsatz sind oder nur noch wenig Aufwand bedürfen, um sie zu individualisieren.

Apropos Zukunft: Was dürfen wir noch von KomSilva erwarten? Was wurde schon erreicht?

Als erstes Produkt präsentiert KomSilva seit einigen Wochen den „Leitfaden Waldbesitzeransprache und forstliche Öffentlichkeitsarbeit“ auf seiner Webseite. Er informiert als Nachschlagewerk über die Themen Pressearbeit, digitale Kommunikation und Veranstaltungsplanung. In Arbeit sind derzeit z.B. verschiedene Virtual Reality-Videos zur forstlichen Weiterbildung für Waldbesitzer. Die fertigen Tools und Konzepte für die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen, wie z.B. Walderben und Waldbesitzerinnen, stehen nach Projektende allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung.

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P. Harbauer

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