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Qualifizierung von Forstmaschinenführern - Spitzengespräch DFUV und KWF zur Zukunft eines Ausbildungsberufs

Pressemitteilung 08/2019

Vorstand und Geschäftsführung des Deutschen Forstunternehmerverbandes (DFUV) haben sich Mitte Mai in Kassel mit dem Vorsitzenden und der Geschäftsführenden Direktorin des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) getroffen, um sich über die Ziele und Inhalte des vom KWF unterstützen Projektantrags zur Zertifizierung von Maschinenführern EMOC (European Machine Operator Certificate) sowie zum Sachstand und geplanten weiteren Vorgehen zur Schaffung des Ausbildungsberufes „Forstmaschinentechniker/rin“ auszutauschen.

Qualifikationen von Maschinenführern im „Grünen Bereich“ sind Gegenstand der Projektidee EMOC (European Machine Operator Certificate), zu der von einem Konsortium aus sechs europäischen Ländern ein Antrag beim Förderprogramm ERASMUS+ eingereicht wurde. Bei diesem Vorhaben, das vom European Forestry and Environmental Skills Council (EFESC) angeregt wurde, geht es darum - analog zu dem Europäischen Zertifikat für das Führen von Motorsägen (ECC)- gemeinsam mit europäischen Partnern die Qualifikationsanforderungen von Maschinenführern zu definieren und europaweit abgestimmte und akzeptierte Standards zu entwickeln. Dieses Vorhaben wurde mit dem Europäischen Unternehmerverband abgestimmt, bei dem jedoch die deutschsprachigen Unternehmerverbände nicht Mitglied sind, so dass der Antrag ohne Beteiligung der nationalen Unternehmerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz formuliert wurde.

Ziel des Projektes soll nun sein, für vielfältige Einsatzbereiche im Ländlichen Raum (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Landespflege), wo es derzeit außer genereller Zertifizierungen nach Ansicht der Initiatoren nur wenig geeignete Instrumente gibt, die Fähigkeiten von Maschinenführern nachzuweisen und einen Befähigungsnachweis unter dem Dach des EFESC zu entwickeln. Das Führen von Forstmaschinen – Harvester, Forwarder und Skidder - soll im Ergebnis des Gespräches aufgrund der Komplexität und hohen Qualifizierungsanforderungen im weiteren Antragsverlauf ausgeklammert und nicht weiter verfolgt werden. Das KWF hat zugesagt, den DFUV über das weitere Vorgehen zu informieren und, wenn die derzeit laufende Evaluation des Antrags zur Förderung des EMOC-Projekt führt, den DFUV in dessen Ausrichtung und Umsetzung einzubinden.

Forstliche Dienstleistungsunternehmen benötigen gut und fundiert qualifizierte Forstmaschinenführer/innen. Damit der berufliche Nachwuchs zukünftig eine formale, deutlich stärker auf Technikeinsatz ausgerichtete Qualifikation erwerben kann, fordert der DFUV schon seit Jahren, dass ein neuer Ausbildungsberuf geschaffen wird, bei dem die Auszubildenden von Beginn der Ausbildung an gezielt auf die Tätigkeit als Führer/in von Forstmaschinen vorbereitet werden. Im Kreis der Mitglieder des DFUV gibt es eine große Zahl an Betrieben, die gerne als Ausbildungsbetriebe fungieren würden.

Die Einführung neuer Berufsbilder ist in Deutschland ein stark formalisierter Prozess – es müssen die Sozialpartner an einen Tisch, es wird der Bedarf auf dem Arbeitsmarkt sowie die konkrete Qualifikation erörtert, und dann wird ein Ausbildungsplan erarbeitet und im sozialen Dialog verabschiedet. Dann sind die Türen für die Einführung eines Ausbildungsberufs geöffnet.

Das KWF hat seine Unterstützung in diesem Prozess zugesagt und wird die beteiligten Akteure zu einem Runden Tisch einladen.

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P. Harbauer

Hintergrund:
Rund zwei Drittel der Holzernte erfolgt in Deutschland vollmechanisiert, d.h. mittels Einsatz von Harvestern und Forwardern. Die vollmechanisierte Holzernte wird überwiegend von forstlichen Dienstleistungsunternehmen mit ihren Maschinensystemen durchgeführt. Dabei haben die Forstmaschinenführer ihre Qualifizierung für diese Tätigkeit ganz unterschiedlich erworben – zum Teil sind es Forstwirte mit Fortbildung zum Forstmaschinenführer, aber häufig auch Quereinsteiger aus anderen Berufen oder Personen, die ihre Kompetenzen durch langjährige Berufserfahrung erworben haben.

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